März 1, 2017

Über mich

Wer ist der Textzähmer?

Mein Name ist Tobias Gaudin und ich bin Textzähmer. Seit 2001 lebe ich in Mittelhessen. Und seit März 2017 zähme ich in meinem freien Lektorat in Gießen Texte in eigener Praxis.

Mein Hintergrund

Vor dem Studium machte ich zunächst eine Ausbildung zum Fremdsprachensekretär. Ursprünglich wollte ich Schriftsteller werden und Lesen und Schreiben studieren (also irgendeine Sprach- oder Geisteswissenschaft). Stattdessen ist es dann die Psychologie geworden.

Lesen und Schreiben haben mehr mit Psychologie zu tun, als man zunächst denken mag. Schließlich sind Lesen und Schreiben zwei hochentwickelte Formen der menschlichen Informationsverarbeitung und bilden ein komplexes Zusammenspiel von Wahrnehmung, Denken, Erinnern und Verhalten. Doch Lesen und Schreiben haben noch einen weiteren Bezugspunkt zur Psychologie: Beides sind sowohl Handlungen als auch Gewohnheiten, neben der menschlichen Informationsverarbeitung zwei wichtige Forschungsthemen der Psychologie.

Im Psychologiestudium legte ich meinen Schwerpunkt auf die Pädagogische Psychologie. Die beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie Menschen besser lernen können. Als Nebenfach wählte ich die Erwachsenenpädagogik.

Mein Profil

Meine Kernkompetenzen sind: Leidenschaft für Texte, ein gutes Sprachgefühl und funktionale Verständlichkeitsförderung.

Ein Lektorat ist keine Deutsch-Nachhilfe. Es geht nicht darum, Ihnen Deutsch und „guten“ Stil beizubringen. Vielmehr sehe ich mich als jemanden, der Ihnen dabei helfen kann, Ihren Text noch besser zu machen: lesbarer, verständlicher und korrekter. Alles auf einer soliden Grundlage von praktisch-bewährten Methoden und emprisch fundierten Erkenntnissen aus der Leseverständlichkeits– und Kommunikationsforschung.

Dabei gelten für mich zwei Grundsätze:

Schreiben ist ein individueller Prozess

Es gibt nicht „das Schreiben“ schlechthin. Menschen unterscheiden sich in ihren Schreibstrategien und -zielen. Und das ist auch gut so. Ansonsten wäre Schreiben nicht so spannend.

Meine Sicht auf das Schreiben ist „prozessorientiert“. Das heißt, dass ich das Schreiben nicht als eine einmalige, mühsame „Hau-Ruck-Aktion“ sehe, an deren Ende ein „guter“ oder „schlechter“ Text steht. Stattdessen besteht der Schreibprozess aus zahlreichen Unterprozessen. Einer davon ist die Überarbeitung Ihres Textes. Und genau dabei kann ich Ihnen helfen.

Schreiben ist eine soziale Handlung

Wir sind alleine, wenn wir schreiben; es gibt nur uns und unseren wachsenden Text. Wir schreiben aber in erster Linie, weil wir damit soziale Absichten verfolgen. Zum Beispiel, wenn wir einen Text verfassen wollen, der andere überzeugen und zum Handeln bewegen soll. Oder, wenn wir einen Text verfassen wollen, um anderen unser Wissen zu präsentieren.

Das ist das Paradoxe am Schreiben. Schreiben ist zwar eine soziale Handlung, aber ein einsamer Prozess. Deshalb können wir oft nicht wissen, ob unser Text seinen sozialen Zweck erfüllt. Das unterscheidet Schreiben von verbaler Kommunikation: Wir können nicht direkt sicherstellen, dass unser Gegenüber uns verstanden hat. Deshalb brauchen wir gutes Feedback für unsere Texte. Ein solches Feedback kann ich Ihnen im Rahmen eines Lektorats geben.

Mehr über mich

Mehr über den praktischen und theoretischen Hintergrund meiner Arbeit erfahren Sie im Textzähmer-Blog.

Sie finden mich auch bei Facebook.

Ich bin Mitglied im Netzwerk deutschprachiger Wissenschaftslektoren (NDWL)